Mo,
11.05.2026, 19.00 -
20.00 Uhr
Demokratie und Ethik
Gemeinwohl und Gemeingüter in der Stadt - sozialethische Perspektiven
Kann die Stadt ein Ort des Gemeinwohls und der Gerechtigkeit sein und was bedeutet das überhaupt? Das besprechen wir mit zwei Expert:innen der angewandten und Sozialethik.
Schon in der antiken Stadt beschäftigte sich die Philosophie mit der Frage nach einem verantwortlichen Miteinander und dem Umgang mit geteilten Ressourcen. Seitdem wird diskutiert, wie Gemeinwohl, individuelles Wohl, gemeinsame Güter und Gerechtigkeit miteinander verbunden sind. Der Vortrag zeichnet grundlegende sozialethische und gerechtigkeitstheoretische Überlegungen nach und zeigt, welche Fragen der Verantwortung sich im städtischen Zusammenleben stellen. Dabei geht es besonders um den Umgang mit allgemeinen Bedürfnissen, etwa nach Wohnraum, und mit gemeinsam genutzten Ressourcen - und darum, wie Staat, gesellschaftliche Gruppen und Einzelne jeweils Verantwortung dafür tragen.
Prof. Dr. Julia Inthorn ist seit 2025 Professorin für Angewandte Ethik an der Hochschule für Philosophie München. Ihre Schwerpunkte sind Gesundheits- und Medizinethik, Ethik und Kommunikation sowie Theorie und Praxis der Bereichsethiken. Dabei erprobt sie in unterschiedlichen Kontexten, wie ethisches Nachdenken und Partizipation miteinander veschränkt werden können.
Dr. Stefan Einsiedel ist Lehrbeauftragter und Geschäftsführer des Zentrums für Globale Fragen an der Hochschule für Philosophie München. Seine Themenschwerpunkte sind Nachhaltigkeitsethik - die Verbindung von Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialethik, interdisziplinäre Perspektiven auf die sozial-ökologische Transformation.
Zur Reihe:
In der innovativen und interdisziplinären Ringvorlesung werden zentrale Fragen urbaner Zukunft in den Blick genommen: Wie gestalten wir Städte, die zukunftsgerecht, nachhaltig und lebenswert sind? Die Veranstaltungsreihe setzt sich mit grundlegenden Aspekten zukunftsgerechter Stadtentwicklung auseinander - von Klimagerechtigkeit und der Rolle öffentlicher Räume über urbane Mensch-Natur-Beziehungen bis hin zu Fragen von Gemeinwohl und Ästhetik. Eine zentrale Besonderheit ist der ausdrücklich interdisziplinäre Charakter: Expert:innen aus Philosophie, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Klimawissenschaften präsentieren unterschiedliche Perspektiven auf urbane Herausforderungen und ermöglichen damit ein umfassendes Verständnis der Komplexität von Stadtentwicklung. In Kooperation mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Hochschule für Philosophie München
Ab dem 13. April, montags von 19.00-20.00 Uhr, online via Zoom.
Programm:
13.04. | Narrative für eine klimagerechte Stadtentwicklung (mit Prof. Dr. Simone Linke und Dr. Stefan Einsiedel)
20.04. | Zwischen Agora und Protest: Öffentliche Räume in der demokratischen Stadt (Prof. Dr. Michael Reder)
27.04. | Entwicklungen von Stadt und Gesellschaft - eine integrative Perspektive am Beispiel von Baton Rouge (Louisiana), (Prof. Dr. Dr. Olaf Kühne)
04.05. | Urbane Mensch-Natur-Beziehungen, (Prof. Dr. Martina Artmann)
11.05. | Gemeinwohl und Gemeingüter in der Stadt - sozialethische Perspektiven (Dr. Einsiedel und Prof. Dr. Julia Inthorn)
18.05. | Ästhetik und Stereotype: Wie mediale Bilder Stadt und Land prägen (Prof. Dr. Simone Linke und Dr. Stefan Einsiedel)
Wenn Sie sich für die gesamte Reihe anmelden möchten, gebe Sie dies im Notizfeld der Anmeldung an.